01.09.2010

Polizei warnt, Verlag bietet Vergleich an

den meine Mandanten sicher nicht annehmen werden

Die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH scheint sich bewusst zu sein, dass die behaupteten Forderungen nach entsprechender Rechtsverteidigung durch mich für meine Mandanten kaum durchsetzbar sein dürften. Es wird ein Vergleich angeboten, wonach das zweite Vertragsjahr ganz wegfällt und auf das erste Vertragsjahr ein Rabatt von 40% angeboten wird. Es blieben aber immer noch über € 300,- zu bezahlen. Natürlich empfehle ich meinen Mandanten, den Vorschlag nicht anzunehmen.

 

Interessant ist, dass sich nicht nur die Polizei Husum (siehe news vom 297.06.2010) sondern jetzt auch die Polizei Lübeck mit der GWE befasst. Die Pressemitteilung lautet:

 

"Zum wiederholten Male versucht die GWE-Wirtschaftsinformationsges.mbH aus Düsseldorf eine sog. Branchenbuch-Abzocke. Zweifelhafte Angebote über die Erfassung gewerblicher Einträge in einem völlig wertlosen Internetverzeichnis werden gegenwärtig an kleine Gewerbetreibende als bereits vorausgefülltes Formular verschickt. Diese Schreiben mit behördlichem Charakter der Gewerbeauskunft-zentrale.de erwecken den Anschein, dass es sich bei der Aufnahme in dieses Nutzlosregister um einen kostenfreien Service handelt. Der Adressat wird aufgefordert, die noch fehlenden Daten zu korrigieren und das Ganze dann unterschrieben als gebührenfreie Fax-Rückantwort zurückzusenden. Ganz und gar nicht gebührenfrei ist dann aber der eigentliche Eintrag mit monatlich netto 39,85 EUR. Bei einer Laufzeit von zwei Jahren kommen schnell 956,40 EUR plus Umsatzsteuer für ein sehr lückenhaftes und bisher unbekanntes "Zentral"-Register zusammen.

Die Anbieter dieser unseriösen Schreiben spekulieren damit, dass ihre Angebote ungeprüft im Tagesgeschäft mitlaufen, eine Prüfung des Absenders (z.B. im Internet) und eine Prüfung der Kostenstellen der Unternehmen bei diesen monatlichen Summen in dieser Höhe unterbleiben. Der Schaden, den dieser fragwürdige Adressbuchhandel jährlich verursacht, ist laut Industrie- und Handelskammer (IHK) bundesweit immens.

Fallen Sie nicht auf dieses private Angebot rein, sondern entsorgen Sie entsprechende Angebote im Papierkorb. Wenn Sie schon Opfer geworden sind: Wehren Sie sich gegen diese Abzockmethode. Wenden Sie sich ggf. an die Rechtsabteilung Ihrer Handwerkskammer oder an die Verbraucherschutzzentralen."

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17.11.2011

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